Studien und Fachbeiträge

Ausgewählte Studien und Fachbeiträge der letzten Jahre rund um die Themen Migration, Arbeitsmarkt und Anerkennung.
Fachkräfte, die keine EU-Bürger/-innen sind und zu Erwerbszwecken nach Deutschland kommen möchten, müssen in der Regel schon vor der Einreise einen Antrag auf Anerkennung ihrer beruflichen Qualifikationen stellen. Eine Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zeigt auf, dass die Anerkennung bei der Antragstellung aus dem Ausland bereits gut funktioniert. Es bleibt aber aus Sicht der beteiligten Akteure noch Luft nach oben.
Ein Hindernis auf dem Weg zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen kann in den Kosten der Anerkennung liegen. Hier sollen Förderprogramme entgegenwirken und Unterstützung bieten. Der BIBB-Bericht "Individualförderinstrumente zur Finanzierung der Anerkennungsverfahren" vergleicht den seit Ende 2016 bestehenden Anerkennungszuschuss des Bundes, das Hamburger Stipendienprogramm, den Härtefallfonds Berufsanerkennung Berlin sowie das ausgelaufene Stipendienprogramm „Berufliche Anerkennung in Baden-Württemberg“ und zeigt Nutzung, Verteilung, Schwerpunkte, Stärken und mögliche weitere Bedarfe der Förderung auf.
Ende 2016 waren in Deutschland rund 1,6 Millionen Schutzsuchende registriert. Um ihre Integration in Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zielführend gestalten zu können, sind Informationen zu Bildungsabschlüssen, beruflichen Qualifikationen und Kompetenzen der Geflüchteten zentral. Kennzahlen zum Bildungsstand, wie beispielsweise die Zahl der absolvierten Schuljahre, können jedoch nur mit fundiertem Hintergrundwissen zu den Bildungssystemen in den Herkunftsländern eingeordnet werden. In diesem IW-Report werden die Bildungssysteme der sechs zahlenmäßig bedeutsamsten Herkunftsländer Geflüchteter (Syrien, Irak, Afghanistan, Eritrea, Iran und Somalia) mit dem Schwerpunkt auf der beruflichen Bildung vorgestellt.
Die Bundesregierung hat den Bericht zum Anerkennungsgesetz 2017 beschlossen. Fünf Jahre nach dem Inkrafttreten des Anerkennungsgesetzes zieht der Bericht eine positive Zwischenbilanz. Erstmals hat die Regelung in Deutschland einen allgemeinen gesetzlichen Anspruch auf die Prüfung ausländischer Qualifikationen geschaffen – unabhängig vom Zuwanderungsstatus und der Staatsangehörigkeit des Antragstellers.
Ziel der Studie des IAW, IfW und SOKO Institutes ist es, die möglichen Hindernisse, Grenzen und Probleme der Integration der Geflüchteten in den deutschen Arbeitsmarkt zu explorieren und zugleich eine Einschätzung über die Wirksamkeit bisheriger Maßnahmen zur Integration Geflüchteter zu erhalten.
Mit einer repräsentativen Befragung 4.500 Geflüchteten stellen das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, das Forschungszentrum des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge und das Sozio-oekonomische Panel am DIW Berlin eine Datengrundlage für die Analyse der Fluchtmigration und der Integration Geflüchteter bereit. Bei der Befragung wurden nicht nur Fluchtursachen und Fluchtwege sowie Bildungs- und Erwerbsbiografien, sondern auch Werte, Einstellungen und Persönlichkeitsmerkmale der Geflüchteten und ihre Integration in den Arbeitsmarkt und in das Bildungssystem erhoben
In diesem Wegweiser des Kompetenzzentrums für Fachkräftesicherung (KOFA) finden Unternehmen viele Praxistipps rund um das Thema Anerkennungsverfahren. Allein im Jahr 2015 wurden deutschlandweit über 17.000 Anträge auf berufliche Anerkennung beschieden. Bei den meisten Antragsteller erfolgte die Anerkennung gleich im ersten Anlauf: Bei 74 Prozent der Anträge wurde eine „volle Gleichwertigkeit“ der ausländischen Qualifikation mit dem deutschen Abschluss bescheinigt. Die Vorteile des Anerkennungsverfahrens für Unternehmen und wie Arbeitgeber das Verfahren unterstützen können werden in dieser Handlungsempfehlung dargestellt.
Dieser Leitfaden ist der zweite Band einer neuen OECD-Publikationsreihe zum Thema „Erfolgreiche Integration“. Die Reihe fasst die wichtigsten Erkenntnisse aus den Arbeiten der OECD zur Integrationspolitik zusammen. Ziel ist es, in leicht verständlicher, überblicksartiger Form die wichtigsten Herausforderungen und empfehlenswerten politischen Praktiken bei der Förderung der dauerhaften Integration von Zuwanderern und ihren Kindern in den Aufnahmeländern darzustellen.
Die Hays AG, das Institut für Beschäftigung und Employability IBE haben in dieser Studie die verschiedenen Möglichkeiten der Integration von Flüchtlingen in den deutschen Arbeitsmarkt untersucht. Beispielsweise haben sie sich die Frage gestellt, welche Voraussetzungen geflüchtete Menschen erfüllen müssen, um optimal in den deutschen Arbeitsmarkt integriert werden zu können und wie die Unternehmen die Situation einschätzen.
Über syrische Flüchtlinge kursieren in den Medien und Sozialen Netzwerken viele Gerüchte: Die meisten seien Analphabeten und kaum ausgebildet. Diese Behauptungen sollen in diesem Bericht überprüft werden. Da noch keine repräsentativen Daten über die Qualifikationen der Flüchtlinge in Deutschland existieren, gibt ein Blick auf die Bildungsstruktur in Syrien vor dem Krieg gute Anhaltspunkte. Die Autorinnen der Studie Kristina Stoewe und Marie-Claire von Radetzky haben dazu alle verfügbaren Daten ausgewertet und 5 Behauptungen zum Bildungsstand in Syrien auf den Prüfstand gestellt.