Qualifikationen von Flüchtlingen

Berufliche Qualifikationen einschätzen und anerkennen

Sie möchten eine Beitrag leisten zur Integration von Flüchtlingen? Oder liegt Ihnen bereits eine Bewerbung eines Flüchtlings vor und Sie wissen nicht, wie Sie die Qualifikation dieser Bewerberin bzw. dieses Bewerbers einschätzen sollen?

Antworten auf diese Fragen finden Sie im BQ-Portal. Wir bieten Informationen zu den Berufsbildungssystemen und Berufsqualifikationen der Flüchtlingsherkunftsländer, die Ihnen dabei helfen, sich selbst ein besseres Bild von den Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnissen Ihrer Bewerberinnen und Bewerber zu machen.

Mithilfe unserer Ländersteckbriefe können Sie sich schnell und unkompliziert einen ersten Überblick zu den jeweiligen Flüchtlingsherkunftsländern verschaffen: Sie finden hier Informationen zum Bildungsstand in den Ländern, zur Zuwanderung nach und Integration in Deutschland, den wichtigsten Charakteristika der jeweiligen Berufsbildungssysteme sowie Erfahrungsberichte über die Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen durch das Anerkennungsverfahren.


Syrien


Irak


Iran


Pakistan


Afghanistan


Nigeria


Eritrea

   

 

In unseren Länderprofilen erhalten Sie detaillierte Auskünfte über Aufbau, rechtliche Grundlagen und länderspezifische Besonderheiten des jeweiligen Bildungssystems. In den Berufsprofilen erfahren Sie wiederum die wichtigsten Inhalte der jeweiligen Berufsausbildung und Auskünfte zur Abschlussart, Ausbildungseinrichtung u.v.m. Weiterhin finden Sie in zwei Studien vom Institut der deutschen Wirtschaft Informationen zum Bildungsstand von Geflüchteten: Bildung und Ausbildung in den Hauptherkunftsländern und zum Bildungsstand syrischer Flüchtlinge - 5 Gerüchte auf dem Prüfstand.

Viele Flüchtlinge bringen bereits eine berufliche Ausbildung oder Berufserfahrung mit und sind hoch motiviert, sich hier in Beruf und Gesellschaft zu integrieren. Dabei haben sie verschiedene, individuell passende Möglichkeiten ihre beruflichen Qualifikationen in Deutschland feststellen und anerkennen zu lassen. Wie Sie als Unternehmen Flüchtlinge bei der Anerkennung ihrer beruflichen Qualifikationen unterstützen und davon profitieren können, erfahren Sie in dieser übersichtlichen Grafik:

Hier können Sie die Grafik herunterladen.

 

Außerdem informieren wir Sie über das formale Anerkennungsverfahren für Fachkräfte mit ausländischem Berufsabschluss. Weiterhin können Sie sich mithilfe unserer Praxisbeispiele ein konkretes Bild davon machen, welchen Mehrwert das Anerkennungsverfahren für Sie als Unternehmen hat und wie Sie es unterstützen können.

 

Weiterführende Informationen zur Beschäftigung von Flüchtlingen

Auf der Webseite www.kofa.de/fluechtlinge finden Sie alle Informationen rund um die Themen Praktika, Ausbildung und Beschäftigung von Flüchtlingen. Das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung hilft Ihnen Chancen und Potenziale zu nutzen. Oft sind zunächst Sprachkurse und Qualifizierungen nötig. Doch Berichte aus der Praxis zeigen: Für Unternehmen und Flüchtlinge kann sich der gemeinsame Weg lohnen. Neben Praxisbeispielen finden Sie auf der Webseite auch eine Übersicht aller Initiativen zum Thema Integration von Flüchtlingen, insbesondere auch im Bereich der Kompetenzerfassung.

Allianz für Aus- und Weiterbildung

Zur Stärkung der dualen Ausbildung hat die Bundesregierung Ende 2014 mit Vertretern der Wirtschaft, der Gewerkschaften, der Bundesagentur für Arbeit und der Länder gemeinsam die Allianz für Aus- und Weiterbildung ins Leben gerufen. Über eine neue Website bietet diese kompakt Informationen über zentrale Themenfelder und Maßnahmen, auch für Flüchtlinge, sowie über die Partner der Allianz für Aus- und Weiterbildung.

Das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge ist eine Initiative des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), gefördert durch das Bundeswirtschaftsministerium. Bereits 337 Unternehmen haben sich darin zusammengeschlossen. Das Netzwerk bietet seinen Mitgliedern: Informationen zu Rechtsfragen, Integrationsinitiativen und ehrenamtlichem Engagement; Praxis-Tipps zur Integration von Flüchtlingen in Ausbildung und Beschäftigung; Gute Beispiele, Erfahrungsaustausch und Kooperationen

Logo Check Work

check.work unterstützt die deutsche Wirtschaft dabei, berufliche Erfahrungen und Potenziale geflüchteter Menschen zu erkennen. Die Online-Anwendung ist leicht zu bedienen, interkulturell verständlich und kann bereits früh im Integrationsprozess eingesetzt werden. Sie schafft eine erste Basis, um Geflüchtete mit guter Bleibeperspektive bei ihren ersten Schritten am deutschen Arbeitsmarkt zu begleiten. Die Anwendung check.work (Factsheet) ist ein Projekt der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern, im Auftrag des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages und gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie.

Informationen rund um den Themenbereich Einstellung von Flüchtlingen finden Sie in dem Leitfaden „Integration von Flüchtlingen in Ausbildung und Beschäftigung“ vom DIHK. In 8 Kapiteln werden die Themen Aufenthaltsstatus und Aufenthaltsdauer, Beschäftigung, Ausbildung, Praktikum, Anerkennung ausländischer Abschlüsse, Sprachförderung, Integration vor Ort sowie Unterstützung der IHK-Organisation beleuchtet. Neben grundlegenden rechtlichen Informationen finden die Leser in dem Leitfaden praktische Tipps, Übersichtsgrafiken, weiterführende Infos und Ansprechpartner. Wichtige Begriffsdefinitionen sind ebenso enthalten wie die wesentlichen Rechtsgrundlagen, die für die Erstellung des Leitfadens herangezogen wurden. In einer weiteren Praxishilfe für Betriebe berät der DIHK außerdem zu dem Thema Berufseinstieg geflüchteter Frauen. Diese Praxishilfe wurde zusammen mit dem Familienministerium erarbeitet. Sie verdeutlicht, wie Betriebe von den Stärken geflüchteter Frauen profitieren können, und zeigt Lösungsansätze bei besonderen Herausforderungen auf.

Logo des IQ Netzwerkes

Das Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung (IQ)" arbeitet seit 2005 an der Zielsetzung, die Arbeitsmarktchancen für Menschen mit Migrationshintergrund zu verbessern. So bietet das IQ Netzwerk Anerkennungs- und Qualifizierungsberatungen sowie Qualifizierungsmaßnahmen für Migrantinnen und Migranten mit ausländischen Qualifikationen an und unterstützt darüber hinaus auch Arbeitsmarktakteure bei der interkulturellen Kompetenzentwicklung. Für Geflüchtete existiert ebenfalls ein breites Beratungs-, Informations- und Förderangebot. Innerhalb des IQ Landesnetzwerks Hessens wurde beispielsweise ein Informationsblatt zum Arbeitsmarkt und Berufsbildungssystem Syriens und ein Informationsblatt zu Besonderheiten bei der Anerkennung von Berufsqualifikationen aus Westbalkanländern erstellt.

Mithilfe des EU Skills Profile Tool der Europäischen Kommission sollen Kompetenzen und Qualifikationen von Drittstaatsangehörigen (insbesondere Geflüchteten) dargestellt und der Weg in den Arbeitsmarkt erleichtert werden. Konkret handelt es sich um einen Off-/Online-Webeditor, der es Drittstaatsangehörigen ermöglicht, ihre Kompetenzen, Qualifikationen und Erfahrungen so darzustellen, dass sie EU-weit für Arbeitgeber, Bildungsanbieter und Organisationen, die mit Migranten arbeiten, verständlich sein sollen. Das Kompetenzprofil-Instrument soll es Aufnahmezentren und öffentlichen Arbeitsverwaltungen ermöglichen, den betreffenden Menschen bei der  Anerkennung ihrer Qualifikationen zu helfen und ihnen Orientierungshilfe zu Bildung oder Beschäftigung anzubieten.