IAB‑Studie: Ukrainische Geflüchtete finden schneller Arbeit

Laut neuer IAB‑Studie gelingt ukrainischen Geflüchteten der Einstieg in Arbeit deutlich schneller als früheren Geflüchtetengruppen. Rund dreieinhalb Jahre nach ihrer Ankunft sind bereits etwa 50 Prozent erwerbstätig. Das BQ‑Portal unterstützt diesen schnelleren Einstieg, indem es Anerkennungsverfahren beschleunigt und vereinheitlicht – unter anderem mit 337 detaillierten Berufsprofilen aus der Ukraine.

Als zentrale Treiber der schnelleren Integration in den Arbeitsmarkt identifiziert das IAB den frühen Zugang zu Integrations- und Sprachkursen, arbeitsmarktpolitischer Beratung sowie den direkten Zugang zum SGB‑II‑System ab Juni 2022. Auch die Einkommensentwicklung verläuft positiv: Vollzeitbeschäftigte ukrainische Geflüchtete erreichen nach knapp drei Jahren etwa 72 Prozent des Medianlohns aller Vollzeitbeschäftigten in Deutschland. Gleichzeitig bestehen weiterhin Herausforderungen wie ein hoher Niedriglohnanteil, weniger stabile Erwerbsverläufe und deutliche geschlechtsspezifische Unterschiede beim Arbeitsmarkteintritt.

Beitrag des BQ‑Portals

Das BQ‑Portal leistet dabei einen großen Beitrag, indem es Anerkennungsverfahren beschleunigt und vereinheitlicht – ein zentraler Baustein, um die Integration von Geflüchteten in Deutschland effizient zu unterstützen. Für die Ukraine stehen 337 Berufsprofile mit umfassenden Beschreibungen einzelner Ausbildungsgänge zur Verfügung. Diese Informationen unterstützen Anerkennungsstellen, Arbeitgeber und Fachkräfte dabei, ukrainische Berufsqualifikationen präzise einzuordnen und zu bewerten.