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Die aktuelle KOFA‑Studie zeigt: Nichtdeutsche Frauen – insbesondere aus Drittstaaten – leisten einen zentralen Beitrag zur Fachkräftesicherung in Deutschland. Fast die Hälfte des Beschäftigungszuwachses unter Frauen seit 2014 geht auf sie zurück, davon über ein Viertel allein auf Frauen aus Drittstaaten. Gleichzeitig bleibt ein großes Potenzial ungenutzt: 40 % aller arbeitslosen Frauen besitzen keine deutsche Staatsangehörigkeit, viele verfügen über Berufs- oder Hochschulabschlüsse. Gerade hier wird die Bedeutung der Anerkennung deutlich: Sie schafft Klarheit über vorhandene Kompetenzen, ermöglicht qualifikationsadäquate Beschäftigung und hilft, das Fachkräftepotenzial nichtdeutscher Frauen gezielt zu heben.
Am Freitag, den 1. Februar, informierte das BQ-Portal eine Delegation mit Vertreterinnen und Vertretern des Nationalen Rates für Hochschulbildung in Schweden über den Ablauf des Anerkennungsverfahrens bei Aus- und Weiterbildungsberufen. Im Gegensatz zu Deutschland, wo bereits seit 2012 die Berufsanerkennung gesetzlich verankert ist, besteht in Schweden erst seit 2017 die Möglichkeit, den ausländischen Berufsabschluss anerkennen zu lassen. Der Nationale Rat für Hochschulbildung ist für die Durchführung der Anerkennung in Schweden zuständig und nutzt auch das BQ-Portal bei der täglichen Arbeit. Bei dem Treffen wurde den Gästen aus Schweden gezeigt, wie sie im BQ-Portal schnell und einfach zu den Informationen gelangen, und wie das BQ-Team bei der Recherche von Informationen zu ausländischen Berufsbildungssystemen und Berufsbildern vorgeht.
Am 24. Mai 2017 lud das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) Vertreterinnen und Vertreter des ehemaligen Runden Tisches zum Aufbau des BQ-Portals, der zuständigen Stellen im Anerkennungsverfahren und des IQ-Netzwerkes dazu ein, gemeinsam ein ganz besonderes Jubiläum des BQ-Portals zu feiern. Vor 66 Monaten wurden die ersten Beschreibungen von ausländischen Berufsbildungssystemen und Berufsprofilen im Portal veröffentlicht – seither ist die Datenbank des BQ-Portals stetig gewachsen. Denn mittlerweile findet man Informationen zu Ausbildungssystemen von 82 Ländern und über 2.770 Berufsprofile auf der Webseite. „Dafür möchte ich mich insbesondere bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den verschiedenen Berufskammern für ihr großes Engagement danken. Sie haben durch die Eingabe von Berufsprofilen und Prüfergebnissen zentral dazu beigetragen, die Bewertung ausländischer Berufsqualifikationen transparenter und einheitlicher zu gestalten“, so Dr. Sabine Hepperle, Abteilungsleiterin Mittelstandpolitik im BMWi.
Gemeinsam mit seiner Vorgesetzten, Antje Senger, hat Zygmar Geszczynski es geschafft: Sein polnischer Abschluss als Landwirt ist in Deutschland anerkannt. Tatkräftige Unterstützung gab es von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen: Bernhard Halbuer stand den beiden während des gesamten Anerkennungsverfahrens beratend zur Seite.
Wie gelingt die nachhaltige Integration von Frauen mit Fluchterfahrung in den Arbeitsmarkt? Ein neues Open‑Access‑Essential von Hannah Arnu , Lejla Medanhodžić , Martin Pätzold , Christian Pfeffer-Hoffmann und Janine Ziegler analysiert zentrale Hürden und Erfolgsfaktoren und zeigt praxisnahe Lösungsansätze auf. Die Autor/innen beleuchten Perspektiven von Politik, Unternehmen und Beratungspraxis und leiten konkrete Handlungsoptionen ab – auch mit Blick auf die bessere Nutzung bislang unerschlossener Fachkräftepotenziale.