HELA Elektroinstallations und -handels GmbH: Fachkräfte im europäischen Ausland suchen und finden

Für die HELA Elektroinstallations und -handels GmbH in Halle wird es immer schwieriger, passende Facharbeiterinnen und Facharbeiter in ihrer Region zu finden. Auch Ausbildungsstellen bleiben häufig unbesetzt. Wer neue Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter einstellen will, wirbt sie oftmals von der Konkurrenz ab – so eng ist der Markt. Daher hat sich die HELA GmbH dazu entschieden, qualifizierte Arbeitskräfte aus dem europäischen Ausland zu rekrutieren. Mit Erfolg: Zuletzt stellte das Unternehmen neue Mitarbeiter aus Bosnien und Herzegowina ein, die in ihrem Heimatland den Beruf des Elektoinstallateurs gelernt haben. Da sie bereits über Berufserfahrung verfügen und die Ausbildung der deutschen sehr ähnlich ist, konnten ihre Berufsabschlüsse unkompliziert anerkannt werden.
Praxisbeispiel Hela 2

Stellenbörse Baustelle

Der erste Kontakt wurde 2014 geknüpft: Auf einer Baustelle in Halle kamen HELA-Mitarbeiter mit den bosnischen Kollegen einer kroatischen Firma ins Gespräch. Nach kurzer Zeit machte HELA ihnen ein Arbeitsangebot und half ihnen, nach Deutschland zu kommen. Als das Unternehmen weitere Arbeitskräfte suchte, hörten sich die neuen Mitarbeiter aus Bosnien und Herzegowina in ihrer alten Heimat um und vermittelten so weitere Anstellungen.

Gemeinsam in Richtung Anerkennung

Zunächst war der Geschäftsführung nicht ganz klar: Welche Schritte müssen wir gehen, um die bosnischen Fachkräfte einzustellen? Wer ist unser Ansprechpartner? Zunächst kontaktierte sie die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit, die sie an die Handwerkskammer in Halle verwies. Dort reichte das Unternehmen die Anträge zur Anerkennung der in Bosnien und Herzegowina erworbenen Abschlüsse ein, die zur weiteren Bearbeitung nach Koblenz an die Leitkammer für Bosnien und Herzegowina weitergeleitet wurden. Die Zeugnisse hatten die neuen Kollegen schnell zusammen, und auch eine Übersetzung ins Deutsche ließ sich organisieren. Nun hieß es zunächst einmal warten. Doch bereits in dieser Zeit konnten die zukünftigen Mitarbeiter für HELA arbeiten: über einen Werkvertrag bei ihrem vorherigen Arbeitgeber.

Wie sehr sich die deutsche und die bosnische Ausbildung ähneln, lässt sich anhand der Berufsprofile im BQ-Portal erkennen. Aufgrund der Berufserfahrung und der großen Ähnlichkeit zur deutschen Ausbildung verlief die Anerkennung reibungslos. So wurde den bosnischen Fachkräften eine volle Gleichwertigkeit ihrer Berufsausbildung zum Installateur Energie und Gebäudetechnik bescheinigt. Die ZAV erteilte schnell die benötigte Zustimmung, und die Ausländerbehörde stellte ebenfalls zügig das nötige Einreisevisum aus. Die Kosten für das Verfahren übernahm die HELA GmbH.

Arbeiten und Einleben in Halle

Der Arbeitsbeginn in Halle verlief reibungslos. Die neuen Kollegen sprachen recht gut Deutsch und halfen sich gegenseitig. Die Kollegen, die später nach Deutschland kamen, profitierten von der Unterstützung der Mitarbeiter, die bereits dieselben Erfahrungen gemacht hatten. Auch die Geschäftsführung von HELA konnte beim zweiten Mal direkt von Anfang an die richtigen Hebel in Bewegung setzen.

Für die Zukunft wünscht sich das Unternehmen, dass es noch leichter im Ausland für seine freien Stellen werben kann – und weniger von glücklichen Zufällen abhängig ist. Denn HELA erwartet keine Entspannung auf dem heimischen Arbeitsmarkt. Zuletzt stellte der Betrieb drei neue Auszubildende aus Portugal ein.

Auf einen Blick

Branche: Elektroinstallation

Anerkannter Beruf: Installateur Energie und Gebäudetechnik

Standort: Halle

Beschäftigte: 70 Beschäftigte


Kontakt:

HELA Elektroinstallations und -handels GmbH
Kurt-Eichel-Str.8
06120 Halle (Saale)

Tel.: 0345 52802-0
Internet: http://www.hela-elektro.de
E-Mail: info(at)hela-elektro.de